Benjamin Stein

wurde 1970 in Ost-Berlin geboren und arbeitete nach dem Abitur bis zur Wende als Nachtpförtner. Später studierte er Judaistik und Hebraistik. Sein erster Roman “Das Alphabet des Juda Liva” erschien 1995 im Ammann Verlag. Benjamin Stein arbeitete als Redakteur und Korrespondent diverser Computerzeitschriften und seit 1998 als Unternehmensberater für Informationstechnologie. Er ist Inhaber des Autorenverlags Edition Neue Moderne und betreibt seit 2006 das literarische Weblog Turmsegler. Bei C.H. Beck erschienen seine Romane “Die Leinwand” (2010) und “Replay” (2012). Sein Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Förderpreis Literatur des Bundesverbands der Deutschen Industrie, dem Tukan-Preis und dem Bayrischen Kunstförderpreis.

Pressestimmen

Verena Auffermann, Deutschlandradio Kultur:

“Geschrieben wie ein Krimi ist der Roman sowohl Science Fiktion als auch ein Silicon Valley-Tatsachenbericht, hart an unserer Zeit […] Der transparente, von einer Zentrale überwachte Mensch leidet an seiner eigenen Geheimnislosigkeit. Schöne neue Welt, hier ist ein Versuch, wie es werden könnte. Der Autor ist fasziniert und berauscht von seiner Fantasie, und es graust ihm davor. “

Ijoma Mangold, Die Zeit Online:

“Benjamin Steins Roman Die Leinwand ist auch deshalb eine solche Sensation, weil er mit wunderbarer Frische ein Genre revitalisiert, das es in der deutschen Literatur der vergangenen 60 Jahre aus naheliegenden Gründen kaum gegeben hat: eine jüdische Diaspora-Literatur, die ihren Witz aus den Neurosen schlägt, die jüdische Identität in einer nichtjüdischen Umwelt hervorbringt. “

Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung:

“Steins Bauplan mag mathematischen Potenzierungsgesetzen folgen. Die Vervielfältigung seiner Themen – Fälschung, Identitätsverlust, Neuschreibung – betreibt er jedoch rein poetisch, mit einer genüsslichen Freude am Dunklen, Triebhaften. Und so folgt man den verschlungenen Pfaden dieses Romans über die Leinwand unseres Selbst ausgesprochen gern. “