Christian Eloundou

wurde 1974 in Mbouda, Kamerun als Sohn eines Kaufmannes geboren. Mit 12 Jahren wurde er zum Waisenkind und lebte teilweise auf der Straße, bevor er von einem europäischen Priester aufgenommen wurde, der ihm Schulbesuch und Abitur ermöglichte. Christian Eloundou wurde Drucker von Beruf, besaß in Kamerun eine eigene Druckerei und war erfolgreicher Geschäftsmann und Kampfsportler. Er engagierte sich für Straßenkinder, deren hartes Los er aus eigener Erfahrung kannte und begründete Hilfsprojekte für Jungendliche. Nach ständiger sportlicher Weiterentwicklung und Jahren intensiver Trainerarbeit im Taekwondo wurde ihm die Aufgabe  des Nationaltrainers der kamerunischen Nationalmannschaft übertragen.

Sein Engagement in den Menschenrechtsorganisationen und sein Einsatz für die Verwirklichung der Menschenrechte und demokratische Freiheiten in seinem Heimatland wurden ihm zum Verhängnis. Er wurde politisch verfolgt. Im Jahr 2002 geriet er in einer Falle der Geheimpolizei. Er entkam nur knapp einer Festnahme und floh nach Europa. Im November 2003, eineinhalb Jahre nach seiner Flucht, nahm er an der Weltmeisterschaft für Asiatische Kampfkunst in Hannover teil und wurde Weltmeister im Taekwondo. Heute lebt Christian Eloundou mit seiner Familie in Kempen am Niederrein. Er arbeitet wieder als Drucker und Taekwondo-Trainer.

Foto: Kristina Marrenbach