Nellja Veremej

wurde 1963 in der Sowjetunion geboren und studierte an der Universität von Leningrad. Seit 1995 lebt sie in Berlin und publiziert in der Wochenzeitung Freitag. 2010 gewann Veremej den Newcomer-Preis und den Publikumspreis beim Literaturwettbewerb Wartholz. Ihr Romandebüt “Berlin liegt im Osten” erschien bei Jung und Jung, stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und erhielt den Adelbert-von-Chamisso- sowie den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis. Diesen Februar erschien ihr zweiter Roman “Nach dem Sturm”.

Pressestimmen

Sabine Berking, FAZ (7. Juni 2013):

“Franz Biberkopfs späte Erbin: Das Romandebüt der aus Russland stammenden Nellja Veremej ist eine verzaubernde Liebeserklärung an eine rauhe Stadt. Ein Berlin-Roman, wie man ihn bisher vermisste.”

Olga Hochweis, Deutschlandradio Kultur (5. März 2013):

„In ihrem Erstlingswerk zeichnet Nellja Veremejs ein ganz anderes Berlin-Bild abseits der neuen Prosperität. Bildgewaltig und detailgenau beschreibt sie dabei Szenen aus deutschen und russischen Lebensläufen.“

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland (21. März 2013):

“Ostdeutsche finden hier viel Kluges zu ihrer Identität gesagt, Westdeutsche werden in eine für sie fremde Lebenswelt geführt. Sollte es diese Ost-West-Unterschiede denn immer noch geben? Es dauert lange, bis Erfahrungen zusammenfließen, länger als man denkt. Vielleicht ist Nellja Vermej einer jener bedeutsamen Romane zur Wende gelungen, nach denen die Literaturkritik immer wieder ruft.”

Sabine Berling, Frankfurter Allgemeine Zeitung (7. Juni 2013):

„Aus einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist, zaubert […] Nellja Veremej eine wundervolle Berlin-Geschichte und einen lebensklugen Wenderoman, eine melancholische Symphonie dieser rauhen Großstadt, die in den vergangenen zwanzig Jahren nahezu die Hälfte ihrer Einwohnerschaft ausgetauscht hat. Es ist ein spätes, reifes Romandebüt, kein Fräuleinwunder- oder Hipster-Buch, eines, das unter den vielen neuen Berlin-Romanen wirklich gefehlt ha, eines, das beim Lesen unter die Haut geht.“