Bauchgefühle

Dicksein als individuelle Ausdrucksform

“Bauchgefühle” fragt nach der Bedeutung des Dickseins. Die Autorin findet Antworten auf Fragen, die bislang in der Öffentlichkeit nicht gestellt werden – allen voran: Was drückt ein dicker Körper eigentlich aus? Ein Mensch hat heute in jedem Fall schlank zu sein. Dicksein ist unerwünscht. Der schlanke Körper ist gesundheitspolitisches Ziel und kulturelle Norm zugleich. Doch trotz aller Aufklärung und zunehmender sozialer Ächtung werden immer mehr Menschen immer dicker. Steckt hinter dem Dicksein noch etwas anderes als nur falsche Ernährung und mangelnde Bewegung? Wie und warum wird jemand dick, obwohl er es eigentlich nicht will?

Susann Sitzlers “Bauchgefühle” bringt einen neuen Ton in die bisherige Diskussion, indem es vom individuellen Nutzen des Dickseins spricht. Es geht darin am Rande auch um extrem übergewichtige Menschen. Im Zentrum stehen jedoch die Molligen, die Kräftigen und die Rundlichen. Die Menschen, die in jüngerer Zeit in den Fokus der Dickendebatte geraten sind. Das Buch baut auf dem aktuellen Forschungsstand auf und zieht medizinische, soziologische und psychologische Erkenntnisse heran. Nicht deren populärwissenschaftliche Darstellung steht im Vordergrund, sondern die essayistische Reflexion und das persönliche Erleben.

Sachbuch, 187, gebunden
C. H. Beck 2011

Pressestimmen

Annette Militz, mdr figaro (10. Januar 2012):

„Beim Lesen hatte ich große Achtung vor dem Mut, mit dem Sitzler ihren Körper öffentlich macht. Ich kenne kein Buch, das so eindeutig Partei ergreift auf diesem Gebiet.“

Jenni Zylka, taz (11. Oktober 2011):

„Sitzler hat sich und ihre Umwelt lange und genau beobachtet und es geschafft, ihre Schlüsse in so einfache wie einleuchtende Worte zu kleiden.“