Christian Eloundou König der Sonne A1 Verlag

Flucht vor der Heimat
Autobiographie

Mit 12 Jahren wird Christian Eloundou zum Waisenkind und lebt auf der Straße, bevor ihn ein weißer Priester aufnimmt, der ihm das Abitur ermöglicht. Nach einer Ausbildung zum Drucker führt er mit Erfolg sein eigenes Unternehmen und betreibt Kampfsport. Er wird Nationaltrainer der kamerunischen Nationalmannschaft in Taekwondo. Gleichzeitig engagiert er sich für Straßenkinder, um zurückzugeben, was er an Hilfe erhalten hat.
Sein Einsatz für die Menschenrechte in Kamerun wird ihm zum Verhängnis. 2002 gerät er in eine Falle der Geheimpolizei, entkommt nur knapp einer Festnahme und flieht nach Europa.

Christian Eloundous Weg durch die bürokratischen Hindernisse der Asylgesetzgebung zeigt beispielhaft, was Asylsuchenden zugemutet wird. Nur unter extremen eigenen Anstrengungen und mit der Hilfe von neuen Freunden wird es möglich, trotz mehrfacher Ablehnung, nach Jahren dauerhaft in Deutschland bleiben zu können. Durch sein sportliches Engagement und sein gewinnendes Wesen gelingt es ihm, sich in seiner neuen Heimat zu integrieren, ohne seine Identität aufzugeben.

Sachlich und berührend erzählt Eloundou in seinem autobiographischen Bericht vom Leben in Kamerun und von der Gefahr, sich dem politischen Widerstand anzuschließen. Wie es ist, seine Familie zurückzulassen, um das eigene Leben zu retten, und was es heißt, in Deutschland um Asyl zu bitten und Frau und Kinder ebenfalls in Sicherheit zu bringen.

Autobiografie, 184, gebunden
A1 Verlag 2016