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Nach dem Sturm

Roman

Alt ist Ivo noch nicht, höchstens an der Grenze, aber zu alt dann doch, um sich in die Freundin des eigenen Sohnes zu verlieben. Seit die junge Frau im Museum auf der Festung arbeitet, Tür an Tür mit Ivo, der dort sein Restaurant hat, findet er keine Ruhe mehr. Mira raubt ihm den Schlaf. Nicht im Ehebett, das teilt er längst nicht mehr mit seiner Frau, die Gesangslehrerin ist, aber ein Star hätte werden können. Überhaupt ist alles anders gekommen in der kleinen Stadt an der Grenze, wo Westen und Osten, Norden und Süden aneinanderstoßen. Anders als erhofft. Es ist August, es ist drückend heiß, seine Tochter Ana hat Geburtstag, ein großes Fest steht bevor. Als wäre die Katastrophe, die Ivo auf sich zukommen sieht, nicht schon genug, hat sein Sohn auch noch einen Autounfall.
Im Duktus einer Märchenerzählerin verwebt Nellja Veremej die Geschichte ihres Helden mit Mythen, Fabeln und Legenden. Aus dem leisen Humor, mit dem sie ihre Figuren, ihre Hoffnungen und Nöte betrachtet, spricht die Zuneigung einer Autorin, die aus eigener Erfahrung weiß, dass Geschichte aus Geschichten gemacht ist, dass sich das Große im Kleinen spiegelt. Nellja Veremej kann davon erzählen – und wie!

 

Roman, 240, gebunden
Jung und Jung 2016

Pressestimmen

Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung:

„Veremej hat viel Gespür für die Antriebe, die Menschen dazu bringen, ihre Heimat zu verlassen.“

Der Freitag:

“Nellja Veremej zeichnet mit ihrem Romanhelden einen auf sympathische Art ratlosen Lethargiker in der Provinz.”

Björn Hayer, Die Presse:

“Erzählerisch geschickt lockt uns die Autorin in unbekanntes Gebiet. Indem sie immer wieder Episoden einzelner Haupt- und Nebenfiguren ineinander verschachtelt und ein endloses Vertiefen von Geschichten praktiziert, knüpft sie an orientalische Erzähltraditionen an. Dies hat seinen Reiz und gibt dem Buch Gewicht.”